Robert Burns wurde vor 250 Jahren am 25. Januar 1759 in Alloway, Ayrshire, geboren. Robert Burns war ein schottischer Dichter der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
Robert Burns ist nicht nur der herausragende Dichter Schottlands, sondern als Lyriker des 18. Jahrhunderts auch eine wichtige und prägende Figur in der gesamten europäischen Literatur.
Burns wurde mit seinem ungebrochenen Nationalstolz noch vor dem auch in England hochgeschätzten Sir Walter Scott zum eigentlichen Nationaldichter der Schotten.
Seine Fähigkeit, gleichermaßen eindrucksvolle Natur-, Liebes- und politische Lyrik nicht nur in der schottischen Tradition zu verfassen, macht ihn richtungweisend für die Lyrik der folgenden Jahrhunderte.
Seine Werke griffen auf die traditionellen Überlieferungen, Lieder und Bräuche von Schottland zurück. Diese sammelte er und bearbeitete sie neu. Charakteristisch ist die Verwendung von schottischem Dialekt in seinem Vokabular.
Er verfasste zahlreiche Gedichte, politische Texte und Lieder. Sein bekanntestes Lied ist "Auld Lang Syne", das inzwischen Teil der britischen Tradition geworden ist.
Bis heute wird dem schottischen Nationaldichter in seiner Heimat eine fast kultische Verehrung entgegengebracht, etwa im Rahmen des alljährlichen Burns Supper.
Robert Burns starb am 21. Juli 1796 in Dumfries, Dumfriesshire.
Bettina von Arnim starb vor 150 Jahren am 20. Januar 1859 im Kreise ihrer Familie in Berlin. Sie wurde neben ihrem Mann an der Kirche von Wiepersdorf beigesetzt. Bettina von Arnim war eine deutsche Schriftstellerin und bedeutende Vertreterin und Ikone der deutschen Romantik.
1810 verlobte sich Arnim mit Bettina, das Paar heiratete am 11. März 1811. Die Arnims hatten sieben Kinder: Freimund, Siegmund, Friedmund, Kühnemund, Maximiliane, Armgart, und Gisela von Arnim. Das Paar lebte meist getrennt, sie in Berlin, er auf seinem Gut Wiepersdorf. Bald nach der Hochzeit reisten sie gemeinsam nach Weimar, um Goethe zu besuchen. Ein heftiger Streit Bettinas mit Goethes Frau Christiane führte zu einer lebenslangen Entfremdung zwischen Goethe und Arnim. 1813 während der Befreiungskriege gegen Napoleon befehligte Arnim als Hauptmann ein Berliner Landsturmbataillon.
Es war eine der großen Liebesgeschichten der deutschen Romantik: Bettina Brentano und Achim von Arnim. Ihre Ehe dauerte von 1811 bis 1831 und verband zwei eigenwillige, gegensätzliche Gefühlsmenschen in einer höchst modern anmutenden Melange aus Zärtlichkeit und Konflikten, idealistischen Höhenflügen und profanen Sachzwängen.
Auf den ersten Blick steht Bettina für das Bunte, Spontane, Prächtige, auch für das moralisch und emotional Offene. Sie war überzeugt, dass Autoritäten aller Art es so genau nicht nehmen, weil sie jederzeit bereit sind, ihr liebes Kind, das es ja nicht schlimm gemeint hat, wieder in die Arme zu schließen. Armin dagegen war geprägt von der preußischen Pflichtauffassung, […] Er war ernst, schmal, streng und verlangte viel von sich und anderen. Der Witwenstand führte zu einer Verstärkung ihres öffentlichen Wirkens. Sie wurde zur Herausgeberin seiner »Gesammelten Werke«. Während der Cholera-Epidemie 1831 in Berlin engagierte sie sich für soziale Hilfsmaßnahmen in den Armenvierteln und pflegte Erkrankte. Aus Anlass der Thronbesteigung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. veröffentlichte sie 1843 die Sozialreportage »Dies Buch gehört dem König«. Das aus fiktiven Dialogen zwischen der Mutter Goethes und der Mutter des preußischen Königs bestehende Werk wurde in Bayern verboten.
In der Ernüchterung, die der gescheiterten Revolution von 1848 folgte, verfasste sie 1852 die Fortsetzung »Gespräche mit Dämonen«, in der sie für die Abschaffung der Todesstrafe und die politische Gleichstellung von Frauen und Juden eintrat. Ihre weitreichende Korrespondenz zur Ermittlung statistischer Angaben für ihr Armenbuch erregte großes Aufsehen.
1854 erlitt Bettina von Arnim einen Schlaganfall, von dem sie sich nicht mehr erholte.
Bettina von Arnim am 4. April 1785 in Frankfurt am Main geboren.
Edgar Allan Poe wurde am 19. Januar 1809 in Boston geboren.
Edgar Allan Poe war ein berühmter amerikanischer Schriftsteller und Journalist des 19. Jahrhunderts.
Edgar Allan Poe wurde als amerikanischer Vertreter der phantastischen Literatur und der Kriminalliteratur zuerst in Europa, dann auch in den USA bekannt.
Edgar Allan Poe gilt als der bedeutendste amerikanische Romantiker. Er schrieb Gedichte, Kriminal- und Abenteurerzählungen und einige phantastisch- unheimliche Kurzgeschichten.
Poe hatte großen Einfluss auf die Entwicklung der phantastischen Literatur (nicht zu verwechseln mit Fantasy-Literatur) und auf die Kriminalliteratur, insbesondere auf Jules Verne, Arthur Conan Doyle und H. G. Wells.
Sein Frühwerk ist beeinflusst von Autoren der deutschen Romantik, u.a. E.T.A. Hoffmann und Friedrich de la Motte Fouqué. Zu seinen späteren Einflüssen gehören Charles Dickens, den er auch persönlich kennen lernte, und Henry Wadsworth Longfellow (den er literarisch befehdete) und Fürst Hermann von Pückler-Muskau.
Poe gilt als grosser amerikanischer Erzähler. Er schrieb romantische Erzählungen, heitere Kurzgeschichten und Reiseberichte. Doch was die Faszination Edgar Allan Poes ausmacht, sind zweifelsfrei seine düsteren Schauergeschichten.
Zu seinen stilprägenden Erzählungen gehören »Der Untergang des Hauses Usher« (»The Fall of the House of Usher«) und »Die Abenteuer Gordon Pyms« (»The Narrative of Arthur Gordon Pym of Nantucket«).
Poe gilt als Meister des Schauerromans. Mit seinem Kriminaleroman »Der Doppelmord in der Rue Morgue« (»The Murders in the Rue Morgue«) gilt er als einer der Erfinder der Detektivgeschichte und des deduktiv arbeitenden Krimihelden, der seine Fälle durch Logik und Kombinationsgabe löst.
Poe wirkte darüber hinaus im Übergang von der Romantik zum Symbolismus als Vermittler, zuerst nach Frankreich und von dort aus wieder zurück in die USA und nach Deutschland, wo sich im Umfeld des Expressionismus eine starke Rezeption seiner Werke entwickelte.
Im Januar 1845 erschien sein berühmtes Gedicht »Der Rabe«.
Zu seinen bekanntesten Gedichten gehören »Der Rabe« (»The Raven«) und »Die Glocken« (»The Bells«). Diese gelten als die ersten bedeutenden Gedichte Amerikas in der Weltliteratur.
Der gefeierte Dichter hatte die Neigung, die Aussicht auf ein besseres Leben immer wieder selbst zu zerstören. Seine Amtwartschaft auf einen Staatsposten in Washington machte er durch alkoholische Exzesse zunichte.
Edgar Allan Poe starb am 7. Oktober 1849 in einem Hospital in Baltimore, nachdem er hilflos auf der Straße aufgefunden worden war.
Mit seinem Kriminaleroman »Der Doppelmord in der Rue Morgue« (»The Murders in the Rue Morgue«) gilt er als einer der Erfinder der Detektivgeschichte und des deduktiv arbeitenden Krimihelden, der seine Fälle durch Logik und Kombinationsgabe löst.
Der Doppelband »Atta Troll - Ein Sommernachtstraum / Deutschland - Ein Wintermärchen« enthält Heines berühmte politische Satiren.
Der Tanzbär »Atta Troll« flieht aus der Gefangenschaft in seine Höhle in den Bergen. Dort hält er vor seinen Kindern politische Reden über Freiheit, Gleichheit und Einigkeit voller Idealismus, aber auch voller Phrasen. Der revolutionäre Bär endet schließlich als Bettvorleger.
An eine Reise Heines von Paris nach Hamburg knüpft der Gedichtzyklus »Deutschland. Ein Wintermärchen« an, der schonungslos deutsche Missstände bloßstellt. Aber Heines Satire ist zugleich ein bewegendes Zeugnis sowohl seimer Dichtkunst als auch seiner schmerzlichen Liebe zur alten Heimat.
Im Herbst 1843 reiste Heinrich Heine von Paris nach Hamburg. Unzufrieden mit den politischen Zuständen in seiner Heimat und seiner persönlichen Situation als Deutscher und Jude, verfasste er eine Anklageschrift gegen Zensur, Militarismus und Restauration, die 1844 im Verlag Hoffmann & Campe erschien.
Harold Pinter starb am 24. Dezember 2008 in London. Harold Pinter war ein britischer Schriftsteller, Dramatiker, Schauspieler und Theaterregisseur.
Er besuchte eine Schauspielschule und schrieb Theaterstücke, in denen er die Identitätssuche und den Überlebenskampf in einer unsicheren Welt thematisiert.
Er hat für Theater, Hörfunk, Fernsehen und Kinofilme geschrieben. Viele seiner frühen Werke werden zum "Absurden Theater" gezählt.
Zusammen mit Bond und Osborne schuf Pinter in den 1960ern das Theater des "Angry Young Men", einer Gruppe gesellschaftskritischer britischer Künstler und Schriftsteller der 1950er und 1960er Jahre angewendet wurde, die soziale Entfremdung und Klassenkonflikte thematisierten. Geprägt wurde der Begriff 1956 ursprünglich von einem Mitarbeiter des Pressebüros des "Royal Court Theatre" in Zusammenhang mit einer Aufführung von John Osbornes Theaterstück "Blick zurück im Zorn".
Umstritten ist, ob die Unklarheit und Undurchschaubarkeit der Welt in Pinters frühen Theaterstücken schon Grund genug ist, seine Werke dem "Absurden Theater" zuzurechnen.
"Pinteresque" wird Pinters poetische Technik genannt. Sie verbindet Elemente der Komik, des Realismus und der Absurdität mit dem plötzlichen Erscheinen des Unheimlichen.
Für sein Werk wurde Pinter vielfach ausgezeichnet, so etwa mit dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur (1973), dem Laurence Olivier Award (1996) und dem wichtigsten Literaturpreis Englands, dem David-Cohen-Preis (1995). 2001 wurde er mit der Hermann-Kesten-Medaille ausgezeichnet; am 13. Oktober 2005 erhielt er den Nobelpreis für Literatur: „Pinter hat in seinen Dramen den Abgrund unter dem alltäglichen Geschwätz freigelegt und ist in den geschlossenen Raum der Unterdrückung eingebrochen“, hieß es in der Begründung.
Nach der Zuerkennung des Nobelpreises wurden Pinters Stücke vor allem in Großbritannien wieder in die Spielpläne mehrerer Bühnen aufgenommen, wobei vor allem seine frühen Werke ein halbes Jahrhundert nach ihrer Entstehung herausragende Inszenierungen erlebten und große Resonanz bei Kritik und Publikum fanden.
Harold Pinter wurde am 10. Oktober 1930 als Sohn eines jüdischen Schneiders im Londoner Arbeiterviertel Hackney im Londoner Eastend geboren.
Die Novellensammlung »Das Dekameron« von Giovanni Boccaccio ist in der Edition »Fischer Klassik« neu erschienen.
Italien im Jahr 1348: Während in Florenz die Pest wütet, flieht eine Gruppe junger Leute auf ein toskanisches Landgut und erzählt sich an zehn Tagen genau 100 Geschichten über die Liebe. Einfacher kann die Grundidee eines Buches kaum sein, und vor allem seine Einfachheit hat Boccaccios ›Dekameron‹, diese Feier des Lebens und der Liebe, zu einem Meisterwerk europäischer Erzählkunst gemacht, das Unterhaltungsliteratur im besten Sinn des Wortes ist.
Giovanni Boccaccio, 1313 in Certaldo bei Florenz geboren, am 21.12. 1375 dort auf seinem Landgut gestorben. Als unehelicher Sohn eines Florentiner Kaufmanns und einer adeligen Französin verbrachte Boccaccio seine Kindheit in Florenz. Mit zehn Jahren schrieb er erste Gedichte. Er studierte Jura, lebte in Neapel, dann als Notar und Richter in Florenz. Freundschaft mit Petrarca. Reisen nach Rom, Padua, Avignon, Neapel. Sein weltberühmtes Hauptwerk das "Decameron" übte einen entscheidenden Einfluß auf die italienische Kunstprosa aus.
Der 1927 geborene Walser widmet sich seit einiger Zeit noch intensiver als sonst dem Phänomen des Alterns. Walser hat sich mit einer amour fou einen passenden Stoff für sein furioses Alterswerk zurechtgelegt.
»Ein liebender Mann« von Martin Walser ist ein Buch über die Liebe und das Leben mit einem berühmten älteren Herren als Hauptdarsteller. Er handelt Tag und Nacht mit der Aussichtslosigkeit: Martin Walsers neuer Roman über Goethes letzte Liebe.
Martin Walser erzählt die Geschichte einer unmöglichen Liebe: aufwühlend, zart und leidenschaftlich zugleich. Ein bemerkenswert feiner und anrührender Roman, voller Glück und Verzweiflung.
Liebe und Leidenschaft – darunter tut es der Autor Marin Walser nun einmal nicht. Und doch kreisen sie beide nur wie Trabanten um das unverrückbare Zentrum seines Schreibens, den Mann in all seinen Höhen und Tiefen.
Selbstredend steht in diesen Texten die komplexe Mann-Frau-Thematik immer im Vordergrund. Gleichzeitig aber holt Walser sämtliche verfügbaren philosophischen, theologischen, gesellschaftspolitischen Implikationen mit in die Sätze hinein.
Im Schreiben konzentriert sich die ganze Lebens- und Welterschöpfungs-Gier – in weiten rhetorischen Schwüngen, in sinnlich anmutenden Nebensatz-Verwicklungen und Wortfindungs-Steigerungen.
Was bei Martin Walser sogleich entzückt, ist die Anmut seiner Schilderung. Man lässt sich bezaubert ein auf Liebes-Passion, Dichter-Gescheitheit, lebendigstes Zeitkolorit. Da übertrifft Walser, sprachmächtig, nicht nur sich selbst, sondern auch so manche berühmte Goethe-Schilderung der deutschen Literatur.
Verglichen mit Walsers inspirierter Darstellung wirkt sogar Thomas Manns (freilich grandios endender) »Lotte in Weimar«-Roman in den Anfangskapiteln ein wenig manieriert, umständlich ironisch; imponiert Wolfgang Hildesheimers Goethe-Vergegenwärtigung in der fiktiven »Marbot«-Biographie nur als eine meisterhafte Imitation.