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Dienstag, 2. März 2021

Tom Wolfe 90. Geburtstag

Tom Wolfe

Tom Wolfe wurde am 2. März 1931 in Richmond, Virginia geboren. Tom Wolfe ist ein amerikanischer Schriftsteller, Journalist, Kunst- und Architekturkritiker sowie Illustrator.

Wolfe gilt zusammen mit Truman Capote, Norman Mailer, Hunter S. Thompson und Gay Talese als Gründer des New Journalism, eines Reportagestils, der literarische Elemente in nichtfiktionalen Texten einsetzt. Der subjektive Blickwinkel und der an der literarischen Moderne orientierte Schreibstil stehen im Gegensatz zum sachlich-objektiven Stil gängiger Reportagen.


»Fegefeuer der Eitelkeiten« (1987), der große New York-Roman der 90er Jahre, ist eine auf wunderbare Weise realistische Studie einer unglaublich statusversessenen Gesellschaft, von den hitzigen Kombattanten der Süd-Bronx bis zum brodelnden Abschaum an der Spitze der Wall Street. .

Tom Wolfe gilt als moderner Dandy unter den Literaten. Sein Markenzeichen ist ein weißer oder vanillefarbener Anzug.


Literatur [ >> ]:


Fegefeuer der Eitelkeiten
von Tom Wolfe

Montag, 1. März 2021

»Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk« vor hundert Jahren erschienen

Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk

Es ist das meistübersetzte tschechische Buch überhaupt: »Die Abenteuer des guten Soldaten Schwejk« kann man in sage und schreibe 58 Sprachen lesen. Dabei ist es für die Tschechen viel mehr als nur ein Stück Literatur, sondern Nationaldichtung.

Vor hundert Jahren erschien am 1. März 1921 »Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk« des tschechischen Schriftstellers Jaroslaw Hasek. »Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk« gehören zu den größten Satiren der Weltliteratur und das nicht ohne Grund, denn Jaroslav Hasek hat mit diesem Werk eine Satire auf die gesamte Militärmaschinerie der damaligen k.u.k.-Monarchie geschrieben.

"Also, sie ham uns den Ferdinand erschlagen…" – mit diesem Satz beginnt das Abenteuer des attestiert blöden Pragers Josef Schwejk im Ersten Weltkrieg. Der Schwejk des Anarcho-Schriftstellers Jaroslav Hašek ist Kult in Tschechien.

Josef Schwejk ist von Beruf Hundehändler und gehört der untersten Volksschicht an. Des weiteren ist er laut amtlicher Bescheinigung schwachsinnig. Er wird zum Militär eingezogen und kämpft dort „den Kampf des kleinen Mannes".


Mit entwaffnender Naivität und unbesiegbarer Blödheit bekundet Schwejk jederzeit überschwenglich seine Loyalität mit dem System und nimmt jeden Befehl buchstäblich. Genau so führt er ihn dann auch aus. Dadurch enthüllt er die gesamte Lächerlichkeit des Militärapparates einschließlich der patriotischen Parolen und wirft die Fragwürdigkeit der unbestrittenen Autorität auf.

An der welthistorischen Bedeutung seines Helden hat sein Autor Hasek nie gezweifelt. Schon kurz nach dessen Erscheinen pries er den Schwejk auf einem Werbeplakat als "eines der bedeutendsten Werke der Weltliteratur". Erlebt aber hat er es nicht mehr. Ohne seinen berühmten Roman zu Ende diktiert zu haben, starb Jaroslav Hasek am 3. Januar 1923. Schon kurz danach beginnt der Siegeszug des Josef Schwejk um die Welt.



"Melde gehorsamst, Herr Oberleuntnant, ich bin der Schwejk!" Mit diesen Worten sorgt der Hundehändler Josef Schwejk ab Dienstag den 1. März 1921 in den Kneipen Prags für herzhaftes Gelächter. Sein Schöpfer hat nämlich gemeinsam mit drei Freunden eine Gesellschaft gegründet, die den Roman in Form von Fortsetzungsheften verlegt und in Gasthäusern kolportiert.


Literatur:

Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk von Jaroslav Hasek

Video:

Jaroslav Hasek - Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk - Youtube

«Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk« 1921 erschienen

Es ist das meistübersetzte tschechische Buch überhaupt: »Die Abenteuer des guten Soldaten Schwejk« kann man in sage und schreibe 58 Sprachen lesen. Dabei ist es für die Tschechen viel mehr als nur ein Stück Literatur.

Vor hundertzehn Jahren erschien am 1. März 1921 »Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk« des tschechischen Schriftstellers Jaroslaw Hasek. »Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk« gehören zu den größten Satiren der Weltliteratur und das nicht ohne Grund, denn Jaroslav Hasek hat mit diesem Werk eine Satire auf die gesamte Militärmaschinerie der damaligen k.u.k.-Monarchie geschrieben.

"Also, sie ham uns den Ferdinand erschlagen…" – mit diesem Satz beginnt das Abenteuer des attestiert blöden Pragers Josef Schwejk im Ersten Weltkrieg. Der Schwejk des Anarcho-Schriftstellers Jaroslav Hašek ist Kult in Tschechien.

Josef Schwejk ist von Beruf Hundehändler und gehört der untersten Volksschicht an. Des weiteren ist er laut amtlicher Bescheinigung schwachsinnig. Er wird zum Militär eingezogen und kämpft dort „den Kampf des kleinen Mannes".


Mit entwaffnender Naivität und unbesiegbarer Blödheit bekundet Schwejk jederzeit überschwenglich seine Loyalität mit dem System und nimmt jeden Befehl buchstäblich. Genau so führt er ihn dann auch aus. Dadurch enthüllt er die gesamte Lächerlichkeit des Militärapparates einschließlich der patriotischen Parolen und wirft die Fragwürdigkeit der unbestrittenen Autorität auf.

An der welthistorischen Bedeutung seines Helden hat Hasek nie gezweifelt. Schon kurz nach dessen Erscheinen pries er den Schwejk auf einem Werbeplakat als "eines der bedeutendsten Werke der Weltliteratur". Erlebt aber hat er es nicht mehr. Ohne seinen berühmten Roman zu Ende diktiert zu haben, starb Jaroslav Hasek am 3. Januar 1923. Schon kurz danach beginnt der Siegeszug des Josef Schwejk um die Welt.



"Melde gehorsamst, Herr Oberleuntnant, ich bin der Schwejk!" Mit diesen Worten sorgt der Hundehändler Josef Schwejk ab Dienstag den 1. März 1921 in den Kneipen Prags für herzhaftes Gelächter. Sein Schöpfer hat nämlich gemeinsam mit drei Freunden eine Gesellschaft gegründet, die den Roman in Form von Fortsetzungsheften verlegt und in Gasthäusern kolportiert.
Literatur:

Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk von Jaroslav Hasek

Samstag, 27. Februar 2021

Bad Regina Schalkos bitterböse Satire


Heute war es still. Hätte man eine Bombe auf Bad Regina geworfen, es hätte nichts geändert. Was war bloß passiert? War es der Hochmut, der ihnen zum Verhängnis wurde? War es die Arroganz, die man schon den Häusern ansah? Wie Messer steckten sie in den steilen Bergwänden. Das Tal wie eine tiefe Schnittwunde. Der rauschende Wasserfall ein Aderlass, der die letzten Lebensenergien ausleitete. Tatenlos sahen sich alle beim eigenen Verschwinden zu. Leseprobe <7blockquote> Nur noch 46 Menschen bewohnen den ehemals mondänen Kurort Bad Regina in den österreichischen Alpen. Seit Jahrzehnten stehen das Casino, das noble Grand Hotel, das Bad und die Kurklinik leer: Alle Gebäude verfallen. Die dort ausharrenden Bewohner huschen wie Gespenster in ihrer Geisterstadt umher, in der nur noch ein Hotel und eine Schänke für Abwechslung sorgen. Bad Regina ist ein verlorener Ort, der fast nur noch für abenteuerlustige "Lost Places"- Touristen eine Attraktion darstellt. Allerdings nicht ganz - denn ein Chinese kauft den Ort auf. Haus für Haus. Doch am Wiederaufblühen von Bad Regina scheint er nicht interessiert zu sein:
Es lag ein Fluch über Bad Regina. Und dieser Fluch hieß Chen. Niemand von den Verbliebenen kannte ihn. Niemand wusste, was er vorhatte. Aber alle nahmen sein Angebot an. Irgendwann stand er bei jedem vor der Tür. Othmar hatte sich darauf vorbereitet. Hatte sich jeden Tag einen anderen Satz zurechtgelegt, mit dem er den Verkauf seiner Wohnung ablehnen würde. Aber Chen kam nicht. Leseprobe <7blockquote> Der Protagonist Othmar ist eine typische David-Schalko-Figur: Der Schriftsteller hat eine Vorliebe für vom Leben gezeichnete, verschrobene Charaktere. Als ehemaliger Betreiber eines erfolgreichen Partyclubs in Bad Regina lebt der nunmehr verlotterte Othmar mit seinem querschnittsgelähmten und geistig behinderten Ex-DJ zusammen und fühlt sich für dessen Ski-Unfall verantwortlich. Othmar liebt Selma, hat trotzdem keinen Plan von nichts und erlangt am Ende des Romans irgendwie doch einen kleinen Triumph, was er selbst jedoch gar nicht zu bemerken scheint: "Wenn man weiß, dass man nichts weiß, woher weiß man dann, dass man nichts weiß." David Schalko hat einen urkomischen, beeindruckend auf den Punkt gebrachten und filmisch erzähltem Roman geschrieben. Darin geht es um das Verschwinden von individueller und kollektiver Geschichte und Identität. Beides kommt aber nicht einfach von selbst abhanden, sondern ist das Resultat einer fatalen Nachlässigkeit, die alle Ortsansässigen von Bad Regina vorweisen. Deren Nicht-Wissen-Können oder -Wollen und die Unlust, Dinge zu hinterfragen, stellt eine verhängnisvolle Schlamperei dar, die allen Bewohnern von Bad Regina um die Ohren fliegt.
In Österreich ist alles vermodert. Selbst der Humor. Der ja keiner ist. Selbst der viel gerühmte Humor ist nichts als Verdunkelung. In Österreich will nichts ans Licht, weil sich der Österreicher nur im Dunkeln als Riese wähnen kann. Der Österreicher hat zu allem ein schlampiges Verhältnis. Leseprobe <7blockquote> Der alles aufkaufende Chinese prescht lediglich in diese Kerbe hinein und legt die Wunden des Ortes offen, zu denen auch die unter den Tisch gekehrte Nazi- Vergangenheit gehört. Der Plan, den Chinesen zu entführen, um seinen Machenschaften ein Ende zu setzen, führt die Dorfbewohner zurück in Othmars alten Partyclub, der sich im Inneren eines Bergs befindet. Doch das ist purer Aktionismus; eine bequeme Ausrede, sich nicht mit der eigenen Geschichte auseinandersetzen zu müssen. Die wird Bad Regina letztendlich wie eine Lawine überrollen und beim Leser für einen Überraschungsmoment sorgen.

Eine Geisterstadt im Herzen der Alpen, ein mysteriöser chinesischer Immobilientycoon, der alles aufkauft und verfallen lässt, und 46 Verbliebene, die beschließen, den Kampf aufzunehmen – mit »Bad Regina« ist David Schalko eine brillante literarische Allegorie auf einen sterbenden Kontinent gelungen. Verstörend, grotesk, morbide, komisch – und äußerst spannend.

David Schalko hat ein lesenswertes Buch zur passenden Situation geschrieben. Manchmal wirkt die Story komisch und eigenartig, manchmal gibt es neben allem Weltuntergang gibt es hier auch echte Lebensweisheiten zu lesen.

Literatur:

Bad ReginaBad Regina von David Schalko

Weblink:

"Bad Regina": David Schalkos bitterböser Roman - www.ndr.de

Dienstag, 23. Februar 2021

»Der Immoralist« von André Gide

Der Immoralist


Während Michel mit seiner engelsgleichen Frau Marceline in die Schweiz reist und dann quer durch Italien bis in die Wüste Algeriens, scheint er seinem Ziel immer näher zu kommen. Doch die Freiheit, anders zu sein, hat ihren Preis, wie André Gide, der Literaturnobelpreisträger von 1947, in diesem kühnen, provokanten Roman einer Befreiung vor Augen führt. Der Protagonist Michel lebt nach überstandener lebensbedrohlicher Krankheit rücksichtlos seine Freiheit aus und sorgt letztendlich dafür, dass seine engelsgleiche Frau Marceline an den Strapazen seines unruhigen Lebens zugrunde geht.

Michel selbst erzählt in wunderschönen Worten seinen ehemaligen Freunden seine Lebensgeschichte. Dadurch gelingt es Gide, das Ganze neutral darzustellen. Als Leser fühlt man sich trotzdem von seinem Bericht abgestoßen, da dieser stets mit Marcelines Tugendhaftigkeit kontrastiert wird.

Dieser Gegensatz ist sehr reizvoll. So erkennt Marceline auch, dass das Ehrlichste und Natürlichste nicht automatisch das Schlimmste im Menschen sein muss und entlarvt dadurch Michels Freiheit als einen Zwang, anders und unmoralisch zu handeln.

Dadurch zeigt Gide dem Leser, dass man sich mit seinem Streben nach unendlicher Freiheit schon wieder selbst einsperrt und dass Freiheit nur innerhalb von festgesetzten Grenzen Bestand haben kann. Der Roman stellt somit ein kühnes Gedankenexperiment dar, welches immer nur einmal gelingen kann - hier gelingt es. - Eine faszinierende Lektüre.

Literatur:

 Der Immoralist
Der Immoralist
von André Gide

Samstag, 20. Februar 2021

»Arkadien« von Emmanuelle Bayamack-Tam

Arkadien


Arkadien war schon immer der ferne romantische Sehnsuchtsort, der Literaten aller Epochen zu Oden und Romanwerken inspiriert hat. »Arkadien« ist der neue, am 11. August 2020 erschienene Roman von Emmanuelle Bayamack-Tam.

Die junge Farah, überzeugt, ein Mädchen zu sein, begreift eines Tages, dass ihr Körper nach und nach männlicher wird. Krankhafte Mutation oder sagenhafte Metamorphose? Ihre Eltern haben in einer libertär lebenden Kommune Zuflucht gefunden, deren Mitglieder in der modernen Welt nicht zurechtkommen.

Farah wächst in diesem von riesigen Wald- und Wiesenflächen umgebenen Paradies auf, wo sie mit anderen Kindern erlebt, wie die Erwachsenen mehr schlecht als recht ihre Ideale umsetzen: Absage an gesellschaftliche Normen, Freikörperkultur, freie Liebe und zwar für alle, auch für Alte und Kranke. Das Wunder der Liebe entdeckt Farah mit Arcady, dem spirituellen Oberhaupt dieser bunten Gemeinschaft.

Alles könnte so schön sein wäre nicht ein Migrant in ihr Paradies eingedrungen, der die Kommune in helle Aufregung versetzt. Das Prinzip der universalen Liebe entpuppt sich als Lippenbekenntnis, man will sich hier genauso abriegeln wie in der Außenwelt. Alle, bis auf Farah, die sich jeder Zuschreibung entzieht: Mit ihrer jugendlichen Kühnheit wird sie zum Prüfstein für die Gemeinschaft und entwirft eine Utopie, in der wirklich alle Menschen aufgehoben sind, ungeachtet ihrer nationalen, sozialen oder sexuellen Identität.

Emmanuelle Bayamack-Tam zeichnet mit ihrem preisgekrönten neuen Roman in aller grausam-komischen Schonungslosigkeit ein Porträt unserer Welt und lässt darin sanft das Bild der Unschuld aufleuchten.

Literatur:

ArkadienArkadien von Emmanuelle Bayamack-Tam

Freitag, 19. Februar 2021

André Gide 70. Todestag

André Gide

André Gide starb vor 70 Jahren am 19. Februar 1951 in Paris. André Gide war ein französischer Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Er gilt als eine der zentralen Gestalten der Literatur des 20. Jahrhunderts.

Von seiner calvinistischen Erziehung wandte sich Gide bald ab und wurde ein "ästhetischer Immoralist". Schon früh hatte er Kontakte zur französischen Avantgarde und schloss Freundschaft mit Mallarmé, Claudel, Valéry und Oscar Wilde. Seine Bekanntschaft mit Valéry, Wilde und vor allem Mallarmé ist in einem regen Briefwechsel dokumentiert.

1909 begründete er als Herausgeber die "Nouvelle Revue Française" mit und war jahrzehntelang einer der wichtigsten Literaten seiner Zeit.

Von der katholischen Kirche wurden seine Werke 1952 postum auf den Index der verbotenen Bücher gesetzt.
Sein Antinaturalismus erstrebte Kunstwerke, „die außerhalb der Zeit und aller »Kontingenzen« stünden“.

In der Dreyfus-Affäre jedoch, die Frankreichs Öffentlichkeit seit 1897/98 spaltete, positionierte er sich klar auf Seiten Emile Zolas und unterzeichnete im Januar 1898 die Petition der Intellektuellen zugunsten eines Revisionsverfahrens für Alfred Dreyfus.

Im selben Jahr publizierte er in der Zeitschrift »L’Ermitage« den Artikel A propos der »Déracinés«, in dem er sich anlässlich der Veröffentlichung des Romans Les Déracinés („Die Entwurzelten“) von Maurice Barrès, gegen dessen nationalistische Entwurzelungstheorie wandte.

Wieder ganz dem absoluten Kunstideal entsprach dann die 1899 veröffentlichte Erzählung »Le Prométhée mal enchaîné« (»Der schlechtgefesselte Prometheus«), die um das Motiv des acte gratuit kreist, einer völlig freien, willkürlichen Handlung.

1931 beteiligte sich Gide an der von Jean Cocteau ausgelösten Welle antikisierender Dramen mit dem Stück: »Œdipe« (»Ödipus«).

Im Juni 1936 reiste er auf Einladung des sowjetischen Schriftstellerverbandes mehrere Wochen durch die UdSSR. Ihn betreute der Vorsitzende der Auslandskommission des Verbandes, der Journalist Michail Kolzow. Am Tag nach der Ankunft Gides starb der Vorsitzende des Schriftstellerverbandes Maxim Gorki.
Gide hielt auf dem Lenin-Mausoleum, auf dem auch das Politbüro mit Stalin an der Spitze Aufstellung genommen hatte, eine der Trauerreden. Doch zu der von ihm erhofften Audienz bei Stalin im Kreml kam es nicht.

Sein Werk besteht überwiegend aus Romanen und Dramen, in denen es um das Freiheitsstreben seiner Protagonisten und um kompromisslose Selbstverwirklichung geht. André Gide war der Verfechter eines selbstbetimmten Lebens.

Zu seinen autobiographischen Schriften gehören u.a. "Tagebuch" (1889-1949) sowie "Stirb und werde" (1926). Seine bekanntesten erzählenden Werke sind »Der Immoralist« (1902), »Die Rückkehr des verlorenen Sohnes« (1907), »Die enge Pforte« (1909), »Die Pastoralsymphonie« (1919), »Die Falschmünzer« (1925) und »Die Schule der Frauen« (1929).

1947 erhielt der Schriftsteller den Nobelpreis für Literatur.

André Gide wurde am 22. November 1869 in Paris geboren.

Literatur:

 Der Immoralist
Der Immoralist
von André Gide