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Sonntag, 6. Januar 2019

François Rabelais 525. Geburtstag

François Rabelais

François Rabelais wurde vor 525 Jahren um 1494 geboren. François Rabelais war ein französischer Schriftsteller der Renaissance, Humanist, römisch-katholischer Ordensbruder - seit 1511 der Franziskaner, ab 1524 der Benediktiner - und als Mediziner praktizierender Arzt und Dozent. Er gehört zu den bedeutendsten Prosaschriftstellern der französischen Literatur.

Da er sich nicht zwischen katholischer Orthodoxie und Reform bzw. den sich rasch konstituierenden religiös-politischen Parteien entscheiden mochte, ließ er sich 1530 von seinem geistlichen Status beurlauben und schrieb sich an der medizinischen Fakultät in Montpellier ein. Die Medizin war damals ein fast reines Buchstudium auf der Basis der Schriften von Hippokrates und/oder Galen. Der Humanist Rabelais scheint sich denn auch hauptsächlich philologisch mit der Medizin beschäftigt zu haben, denn er edierte 1531/32 Texte der genannten Koryphäen.

Allerdings ließ er sich von seinen Studien nicht absorbieren, sondern verfasste zugleich einen Roman. Dieser erschien Ende 1532 als »Les horribles et épouvantables faits et prouesses du très renommé Pantagruel, Roi des Dipsodes, fils du grand géant Gargantua«. »Composés nouvellement par maître Alcofrybas Nasier«. Das Werk, für das Rabelais zunächst keinerlei Fortsetzung plante, war also schon am Titel als Parodie der Gattung Ritterroman und damit als humoristisch erkennbar. Druckort war das zu jener Zeit geistig äußerst lebendige Lyon, wo Rabelais sich auch als Arzt niederließ und eine Anstellung am Hôtel Dieu (Krankenhaus) erhielt.

Neben seiner ärztlichen Tätigkeit fand er offensichtlich Zeit genug zum Schriftstellern. So verfasste er je einen Almanach für die Jahre 1533 und 1535, edierte ein gelehrtes Buch über die Topographie des antiken Rom (1534) und schrieb vor allem, nach dem Erfolg des »Pantagruel«, einen weiteren Roman in ähnlicher Manier. Dieser kam 1534 (oder 1535) heraus, unter dem selben Pseudonym (einem Anagramm aus f-r-a-n-c-o-y-s-r-a-b-e-l-a-i-s), und stellt eine Vorgeschichte des »Pantagruel« dar, wie der Titel »La Vie très horrifique du grand Gargantua, père de Pantagruel« anzeigt. Die erheblich späteren weiteren Bände des Zyklus erschienen unter Rabelais' richtigem Namen und bekamen mit »Le tiers livre« und »Le quart livre« nüchterne Titel, standen allerdings auch kaum mehr in der Tradition der Ritterroman-Parodien.

1535 gab Rabelais den wohl nur mäßig geliebten und auch nicht intensiv betriebenen Arztberuf auf und trat in den Dienst des hochadeligen Bischofs von Paris und Mitglieds des Kronrates Jean du Bellay, den er schon 1534 als Sekretär und Leibarzt auf einer diplomatischen Reise nach Rom begleitet hatte. 1535/36 reiste er erneut mit dem kurz zuvor zum Erzbischof beförderten Du Bellay nach Rom, wo er nebenher die Erlaubnis des Papstes erhielt, pro forma in den Benediktinerorden zurückzukehren, sich eine hübsche Kanonikus-Pfründe zuweisen zu lassen und zugleich als Arzt tätig zu sein.

François Rabelais schrieb zuerst das Buch »Pantagruel« und nach dessen großen Erfolg verfasste er »Gargantua« um die beiden Riesen „Gargantua“ und „Pantagruel“, dessen fünf Bände 1532, 1534, 1545, 1552 und 1564 erschienen. »Gargantua und Pantagruel« ist ein Romanzyklus, der aus fünf Bänden besteht und zwischen 1532 und 1564 erschien.

Gekonnt durchmischt der Schriftsteller sein Werk mit Witz, Ironie, Sarkasmus, Wortspielereien und Komik - was ihn prompt zur Zielscheibe der konservativen Sorbonne-Theologen seiner Zeit machte. Mit teils kräftigen Worten, auch die Fäkalsprache nicht auslassend schreibt Rabelais seine humorvolle satirische Parodie im Ritterromanstil. Dabei kristallisiert sich der Mönch, Bruder Jahn von Klopffleisch, als einer der liebenswerten Protagonisten heraus

Vor allem die beiden ersten Bände waren sehr erfolgreich. Ebenfalls fanden die Adjektive Einzug in die französische Alltagssprache, so etwa pantagruélique, in der Redewendung „un appétit pantagruélique“ (deutsch „einen pantagruelischen Appetit haben“) oder „gargantuesque“, in der Redewendung „un repas gargantuesque“ (deutsch „ein gargantuesker Schmaus“).

Der Erfolg Rabelais' beruhte darauf, dass er auf der Stilebene spielerische Ironie und Sarkasmus, derben Witz und pedantische Gelehrtheit, Wortspiele und komisch verwendete echte und fiktive Zitate vermischte. Gleichzeitig war er aber auch als humanistischer Gelehrter aktiv. Seine äußerst mobile Lebensweise im Gefolge fürstlicher und klerikaler Förderer und die ständige Suche nach Erweiterung seines Wissens, zumal im Kontakt mit anderen Gelehrten, war damals typisch für viele europäische Intellektuelle.

François Rabelais starb am 9. April 1553 in Paris.

Literatur: [ >> ]:

Gargantua und Pantagruel
Gargantua und Pantagruel
von Francois Rabelais

Donnerstag, 20. Dezember 2018

John Steinbeck 50. Todestag

John Steinbeck


John Steinbeck starb vor 50 Jahren am 20. Dezember 1968 in New York an Herzversagen. John Steinbeck war ein berühmter amerikanischer Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, zu dessen erfolgreichsten Autoren er gehört.

John Steinbeck wurde bekannt durch seine sozialkritische Romane. Die Helden seiner sozialkritischen Romane sind die Mittellosen, Außenseiter und gesellschaftliche Randgruppen.

Tortilla Flat

Seinen Durchbruch erlebte Steinbeck 1935 mit dem Roman »Tortilla Flat«, in welchem er den Freundschaftsbund armer, aber lebenslustiger Hispano-Amerikaner nach dem Vorbild der Tafelrunde von König Artus schildert.

Steinbeck schrieb zahlreiche Romane, Kurzgeschichten und Novellen, arbeitete zeitweilig als Journalist und war im Zweiten Weltkrieg Kriegsberichterstatter.

»Die Straße der Ölsardinen« gehört zu den fröhlichsten und optimistischsten Werken Steinbecks, mit der er der Stadt Monterey in Kalifornien ein Denkmal setzte.

Steinbeck schildert darin die kleine Welt rund um die Straße der Sardinenfabriken, die Cannery Row, von Monterey und die zunehmend irrwitzigen Versuche einer Gruppe liebenswerter Herumtreiber, Schnorrer und Lebenskünstler, ihrem Freund und Gönner Doc eine Party zu geben.

Zu seinen bekanntesten Romanen gehören »Tortilla Flat« (1935), »Früchte des Zorns« (1939),
»Die Straße der Ölsardinen« (1945), »Jenseits von Eden« (1952).

1940 erhielt er den Pulitzer-Preis und 1962 den Nobelpreis für Literatur.

John Steinbeck wurde am 27. Februar 1902 in Salinas, Kalifornien geboren.

    John Steinbeck-Romane

Früchte des Zorns
Früchte des Zorns
Die Straße der Ölsardinen
Die Straße
der Ölsardinen
Tortilla Flat
Tortilla Flat
Das Tal des Himmels
Das Tal des Himmels
Of Mice and Men
Of Mice and Men
Die Reise mit Charley. Auf der Suche nach Amerika.
Die Reise
mit Charley.

Sonntag, 2. Dezember 2018

T.C: Boyle 70. Geburtstag


Der amerikanische Schriftsteller T.C. Boyle wurde vor 70 Jahren am 2. Dezember 1948 als Thomas John Boyle in Peekskill, New York geboren und hat mit dem heutigen Tage das Rentenalter erreicht. Den irischen Namen Coraghessan gab er sich selbst mit 17 Jahren nach einem Vorfahren mütterlicherseits.

T.C. Boyle wuchs in schwierigen Familienverhältnissen auf. Den High-School-Abschluss schaffte er nur knapp. Boyle handelte sich in den letzten Jahren auf der High-School den Ruf als Herumtreiber und Schulversager ein.

Nach ausschweifenden Jugendjahren in der Hippie- und Protestbewegung der 60er Jahre war Boyle Lehrer an der High School in Peekskill und publizierte während dieser Zeit seine ersten Kurzgeschichten in namhaften Zeitschriften. Bis ins Jahr 2012 unterrichtete er an der "University of Southern California" in Los Angeles "Creative Writing".

T.C. Boyle ist ein Westküsten-Autor, der es versteht, Geschichten meisterhaft zu erzählen. Er gilt als brillanter Erzähler und hat über 60 Kurzgeschichten geschrieben. Der Westküsten-Autor hat auch mehrere Kurzgeschichtenbände publiziert.
San Miguel
Der amerikanische Romancier hat wunderbare und amüsante Erzählungen wie "Wassermusik", aber auch "Willkommen in Wellville", "Grün ist die Hoffnung", "América" und viele andere veröffenlicht. 2013 brachte er seinen historischen Roman "San Miguel" heraus. Für seinen 1987 erschienenen Roman "World´s End" erhielt Boyle den PEN/Faulkner-Preis.

Er ist seit 1974 mit Karen Kvashay verheiratet und lebt in Montecito bei Santa Barbara in Kalifornien.

Weblinks:

T.C. Boyle-Portal - www.tcboyle.de

Fotos, Berichte, Zitate aus Zeitungsmeldungen, Links und Videos - www.tcboyle.de

Facebookseite von www.tcboyle.de - Facebook-Seite

Literatur:

San Miguel
San Miguel
von T.C. Boyle

Montag, 26. November 2018

Arnold Zweig 50. Todestag

Arnold Zweig

Arnold Zweig starb vor 50 Jahren am 26. November 1968 in Ost-Berlin. Arnold Zweig war ein deutscher Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Er schrieb zahlreiche Romane, Novellen, Dramen und Essays.

Zweig besuchte die Kattowitzer Realschule als eher durchschnittlicher Schüler und legte im Jahre 1907 sein Abitur ab.Zweig studierte u. a. in Breslau, München, Berlin Germanistik, moderne Sprachen, Philosophie und Psychologie. Bekannt wurde er mit »Novellen um Claudia« (1912). Sein literarisches Debüt war 1912 der Band »Novellen um Claudia«. 1915 erhielt er für die Tragödie »Ritualmord in Ungarn« den Kleist-Preis.

Er war im Ersten Weltkrieg Armierungssoldat in Serbien und vor Verdun, ab 1917 Schreiber und Zensor in der Presseabteilung Ober-Ost. Von 1919 bis 1923 lebte er am Starnberger See, danach in Berlin. Die Erfahrungen im Ersten Weltkrieg sollten den späteren Schriftsteller präen. Neben Novellistik und Dramatik entstanden in dieser Zeit Publikationen und Vorträge über Judentum, Antisemitismus und die Lehre Sigmund Freuds.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurden Zweigs Bücher im Rahmen von Bücherverbrennungen öffentlich verbrannt.

Zweig emigrierte 1933 zuerst in die Tschechoslowakei, dann in die Schweiz und schließlich nach Sanary-sur-Mer (Frankreich). Seine zionistische Einstellung führte ihn von dort weiter ins Exil nach Palästina, wo er sich 1934 in Haifa niederließ.

Arnold Zweig DDR Briefmarke 1948 kehrte Arnold Zweig aus dem Exil nach Ost-Berlin zurück. Als bekennender Sozialist wurde er in der Sowjetischen Besatzungszone und der späteren DDR geehrt.

1957 wurde er Präsident des P.E.N.-Zentrums zunächst für ganz Deutschland, nach dem Bau der Mauer ab 1967 für die DDR. Als Zionist und politischer Sozialist bekannte er sich klar zum Humanismus.

Arnold Zweigs Weg vom Nietzscheaner und Kunstästheten der Vorkriegsjahre zum Zionisten, vom kurzzeitigen Kriegsjubler zum zeitweise bekennenden Pazifisten ist gezeichnet von Brüchen wie von Kontinuitäten. Die "Hölle von Verdun", das Sterben in den Materialschlachten und die Reflexion der gesellschaftlichen Hintergründe des Ersten Weltkriegs wurden zentrale Themen seiner großen Romane.

Novellistik, Dramatik, Romane u. a. Der Zyklus »Der große Krieg der weißen Männer«: »Der Streit um den Sergeanten Grischa« (1927), »Junge Frau von 1914« (1931), »Erziehung vor Verdun« (1935), »Einsetzung eines Königs« (1937), »Die Feuerpause« (1954), »Die Zeit ist reif« (1957), »De Vriendt kehrt heim« (1932), »Das Beil von Wandsbek« (1943 in Hebräisch, 1947 in Deutsch), »Traum ist teuer« (1962).

Der Antikriegsroman »Der Streit um den Sergeanten Grischa« (1927) wurde zu einer der bedeutendsten Abrechnungen der deutschen Literatur mit der Unmenschlichkeit des Krieges.

»Junge Frau von 1914« entstand 1931 und ist Teil des Romanzyklus "Der große Krieg der weißen Männer" über den Ersten Weltkrieg.

Der Roman ist das Kernstück des mehrteiligen Zyklus »Der große Krieg der weißen Männer«. Der Zyklus besteht aus sieben Bänden aus dem Zeitraum von 1927 bis 1958 und beschreibt vor allem die Zeit des Ersten Weltkrieges.

Seine Lebensgeschichte führte den Autor von Schlesien (heute Polen) über Berlin im damaligen Preußen nach Palästina und wieder zurück nach Berlin. Arnold Zweig wurde am 10. November 1887 im schlesischen Glogau geboren.

Literatur:

Der Streit um den Sergeanten Grischa
Der Streit um den Sergeanten Grischa
von Arnold Zweig


Junge Frau von 1914
Junge Frau von 1914
von Arnold Zweig

Samstag, 10. November 2018

»Im Nebel« von Hermann Hesse


Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den andern,
Jeder ist allein.

Voll Freunden war mir die Welt,
Als noch mein Leben licht war;
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.

Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allen ihn trennt.

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein.
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein.

»Im Nebel« von Hermann Hesse

Samstag, 27. Oktober 2018

»Das Geisterhaus« von Isabel Allende


Das Geisterhaus
Das Geisterhaus

»Das Geisterhaus« war der erste Roman von Isabel Allende und zugleich ihr bislang erfolgreichstes schriftstellerisches Werk. Der Roman stellt die politischen und gesellschaftlichen Veränderungen vor und nach dem Militärputsch in Chile (1973) dar, der mit Unterstützung der USA erfolgte.

Im Mittelpunkt der Erzählung steht die Geschichte der dem Großbürgertum angehörenden Familie del Valle Trueba, deren Entwicklung die Autorin über mehrere Generationen nachzeichnet.

Der Roman spielt vor dem historischen Hintergrund einer vor dem Umbruch stehenden chilenischen Gesellschaft, die gespalten ist zwischen einer von konservativen Großgrundbesitzern feudal abhängigen Landbevölkerung einerseits und städtischen Zentren andererseits. Die städtischen Zentren bestehen aus unterschiedlichsten Welten, die miteinander kaum in Verbindung stehen: großbürgerliche Wohnviertel für die politischen und wirtschaftlichen Eliten, Elendsviertel für Arbeiter und für indigene Bevölkerungsgruppen.

Mit 80 Jahren läßt Esteban sein Leben Revue passieren. Er erinnert sich an den Tod seiner ersten Braut, die Liebe seiner Frau Clara, die Eigensinnigkeit seiner Tochter Blanca und an den Revolutionär Pedro, der sich ausgerechnet in Blanca verliebt. Und natürlich an den unehelichen Sohn Esteban, der das Unglück über die Familie bringt.

Esteban Truba ist zum Großgrundbesitzer und Politiker in Chile aufgestiegen. Die Familie, darunter seine Schwester Férula, aber auch seine Frau Clara, hat unter der harten Hand des Despoten gelitten. Im Alter wird dem Patriarchen der Hass seines unehlichen Sohnes Esteban zum Verhängnis. Viel zu spät ändert sich Truba, der die schlimmsten Niederlagen seines Lebens durch die von ihm selbst vorangetriebene politische Entwicklung, die zur Ermordung des Präsidenten Allendes führte, erleben muß.

Der aus bescheidenen Verhältnissen stammende Esteban Trueba arbeitet jahrelang in einer Goldmine, um seiner reichen Verlobten Rosa ein standesgemäßes Leben bieten zu können. Mit einem bescheidenen Vermögen in der Tasche will er sie endlich zum Altar führen, doch Rosa erliegt genau an diesem Tag einem Giftattentat, das eigentlich ihrem Vater Severo galt. Aus Trauer über ihren Tod zieht Esteban sich in die Wildnis zurück, wo er die marode Hazienda "Tres Marías" ehrgeizig wieder zur Blüte führt.

Das Geisterhaus
Das Geisterhaus


Zu Reichtum und Ansehen gekommen, findet er in Rosas jüngerer Schwester Clara, einer sanftmütigen Frau mit übersinnlichen Fähigkeiten, seine große Liebe. Clara verbindet aber auch eine intime Seelenverwandtschaft mit Estebans Schwester Férula, bis der Patriarch die Unglückliche in wilder Eifersucht aus dem Haus jagt. Seine hartherzige Haltung gegenüber seiner Tochter Blanca, die den jungen Revolutionär Pedro liebt, führt zum Bruch mit Clara, die viele Jahre nicht mehr mit Esteban sprechen wird.

Durch seinen wirtschaftlichen Erfolg beflügelt, bestimmt dieser als erzkonservativer Senator nun die Geschicke des Landes, bis er den Generälen die Möglichkeit zum Militärputsch eröffnet und schließlich von den Ereignissen überrollt wird. Seine Tochter Blanca wird verhaftet und ausgerechnet von seinem unehelichen Sohn Esteban García gefoltert, der sich der Militärjunta angeschlossen hat und so den Hass auf seinen Vater auslebt. Für den gebrochenen Patriarchen wird es Zeit zum Umdenken.

Aufwendige Verfilmung des Weltbestsellers von Isabel Allende durch den deutschen Produzenten Bernd Eichinger (“Die unendliche Geschichte”) und Palmen-Abonnent Bille August (“Pelle der Eroberer”). Ein außergewöhnliches Staraufgebot macht diesen Film zu einem Ausnahme-Ereignis. 3,7 Mio. Kino-Besucher waren begeistert.


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Das Geisterhaus
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von Isabel Allende

Freitag, 28. September 2018

»Beim Schlafengehen« von Hermann Hesse

Nun der Tag mich müd' gemacht,
soll mein sehnliches Verlangen
freundlich die gestirnte Nacht
wie ein müdes Kind empfangen.

Hände, lasst von allem Tun,
Stirn, vergiss du alles Denken,
alle meine Sinne nun
wollen sich in Schlummer senken.

Und die Seele unbewacht
will in freien Flügen schweben,
um im Zauberkreis der Nacht
tief and tausendfach zu leben.

»Beim Schlafengehen«, Hermann Hesse