Menue

Donnerstag, 4. Juli 2013

Theodor Storm 125. Todestag

Theodor Storm

Theodor Storm starb vor 125 Jahren am 4. Juli 1888 in Hademarschen bei Holst an Magenkrebs. Storm war ein deutscher Schriftsteller, der als Lyriker und als Autor von Novellen und Prosa des deutschen Realismus mit norddeutscher Prägung bedeutend war. Storm gilt als einer der bedeutendsten deutschen Vertreter des bürgerlichen bzw. poetischen Realismus, wobei neben seinen Gedichten besonders seine Novellen seinen Ruhm begründeten.

In realistisch-stimmungsvollen Bildern schildert Theodor Storm seine norddeutsche Heimat. Als einer der ersten Autoren in der deutschen Literaturgeschichte veröffentlichte er Vorabdrucke seiner Romane in Zeitschriften.

Von 1837 bis 1842 studierte er Jura in Kiel und nahm ein Jahr später eine Stelle als Advokat in Husum an.

1846 heiratete er seine Cousine Konstanze Esmarch. Mit ihr hatte er sieben Kinder. Bei der Geburt des letzten Kindes starb Konstanze. Kurz nach seiner Hochzeit lernte Storm Dorothea Jensen kennen, mit der ihn eine leidenschaftliche Beziehung verband und die er als Witwer in zweiter Ehe heiratete.

Seine frühen Gedichte im »Liederbuch dreier Freunde« von 1843 handeln von der Enttäuschung über die Abweisung Storms durch Berta von Buchau, die er heiraten wollte. Er verfasste zahlreiche Novellen, die von seiner Beeinflussung durch Johann Wolfgang von Goethes so genannten Pantheismus künden. Später beschäftigte sich Storm in seinen Novellen mit psychologischen und gesellschaftlichen Fragen.

Seine wohl bekannteste der 58 Novellen dürfte »Der Schimmelreiter« sein. Die gespenstische Geschichte um den unglücklichen Deichgrafen Hauke Haien vollendete Storm im letzten Jahr seines Lebens. Sie erschien wenige Monate vor seinem Tod am 4. Juli 1888 und fasziniert auch heute noch viele Leser.

Theodor Storm

Er selbst schätzte seine Lyrik stets höher ein als die Novellen, Märchen und Erzählungen (»Der Schimmelreiter«, Die Regentrude), die ihn berühmt machten. In einer an Heine und Eichendorff geschulten Tradition der Erlebnisdichtung sah Storm sich selbst gar als „letzten Lyriker“ seiner Zeit.

Schriftsteller war Storm nur im Nebenerwerb. Im bürgerlichen Beruf war Storm Jurist. Aus politischen Gründen wurde er 1852 aus dem Amt entlassen und war fortan als unbesoldeter Assessor im preußischen Staatsdienst in Potsdam tätig. Er begegnete Franz Kugler, Theodor Fontane, Joseph von Eichendorff und Paul Heyse.

Theodor Storm war ein Schriftsteller, über den Thomas Mann in einem 1930 erschienenen Essay schrieb: „Er ist ein Meister, der bleibt.“


Ab 1856 war Storm Richter in Heiligenstadt und ab 1864 Landvogt in Husum. 1874 wurde er Oberamtsrichter und ab 1879 Amtsgerichtsrat.

Theodor Storm wurde am 14. September 1817 in Husum bei Schleswig geboren. Durch Storms Novelle »Der Schimmelreiter« ist Husum als graue Stadt am Meer bekannt.

Weblink:

Nun sei mir heimlich zart und lieb - Deadgermanpoets - Poem (engl.) - https://deadgermanpoets.wordpress.com

Literatur:

Der Schimmelreiter: Novelle (insel taschenbuch)
Der Schimmelreiter: Novelle (insel taschenbuch)
von Theodor Storm

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen