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Donnerstag, 16. Juni 2022

»Der Abend« von Joseph von Eichendorff



Schweigt der Menschen laute Lust:
Rauscht die Erde wie in Träumen
Wunderbar mit allen Bäumen,
Was dem Herzen kaum bewusst,
Alte Zeiten, linde Trauer,
Ach, es schweifen leise Schauer
Wetterleuchtend durch die Brust.

Lebenstufen

»Der Abend« von Joseph von Eichendorff



Video:

"Der Abend" von Joseph Freiherr von Eichendorff - Youtube

Mittwoch, 15. Juni 2022

»Eugen Onegin: Roman in Versen« von Alexander Puschkin

Jewgeni Onegin


»Eugen Onegin« von Alexander Puschkin ist ein Roman in Versen. Die Versdichtung erzählt die unglückliche Liebesgeschichte zwischen dem großstädtischen Dandy Jewgeni Onegin und der Schönheit vom Lande Tatjana Larina. Der Versroman erschien in den Jahren zwischen 1825 bis 1833. Ein Werk, das sprudelt vor Leben - wie Champagner.

Gelangweilt vom müßigen Leben in Petersburg macht sich der junge Adelige Jewgeni Onegin begierig auf Abwechslung und Abenteuer zum soeben, von seinem verstorbenen Onkel, geerbten Landgut auf. Dort lernt er den jungen Dichter Vladimir Lenski kennen, der ihm von seiner Jugendliebe Olga Larin erzählt.

In der Gestalt des Onegin erfaßte Puschkin charakteristische Züge der Jugend seiner Zeit. Der Rausch der Vergnügungen vermag Onegin auf die Dauer nicht zu befriedigen; da ihm aber trotz aller Begabung die Fähigkeit zu sinnvollem Tun fehlt, gewinnt das Gefühl der Langenweile und des Weltüberdrusses die Oberhand.

Die Erschütterung, die Onegin erleidet, als er seinen Freund, den romantischen Lenskij, in einem aus nichtigem Anlaß heraufbeschworenen Duell tötet und die jäh aufbrechende Liebe zu Tatjana, deren tief empfundene Zuneigung er anfänglich nicht erwidert hat, lassen ihn reifen.

Elegant und spritzig wie Champagner perlt dieser Versroman dahin. Puschkin ironisiert auf geniale Weise das Leben dieses Dandys. Die bezauberndste Stelle dieses Buches ist die Liebeserklärung Tatjanas. Dieses Buch gehört in die erste Reihe der Weltliteratur.

Alexander Puschkin

Puschkin begriff Byron und verstand das russische Volk und dessen Bestimmung. Diese Voraussetzung gilt für einen einmaligen Roman, in Verse gebannt und in eine Liebeslyrik verwoben, der seinesgleichen sucht. Die Sprachgewalt in Ratio wie Emotio ist unübertroffen, die russische Seele entwächst dem Text in Klarheit in Geist und Gefühl. Sein Protagonist Jewgeni (Eugen) Onegin ist ein russischer Byron, "Phantasmen maßlos sich ergeben, / Mit seinem aufgebrachten Geist, / Der sich in leerem Tun verschleißt", dem im Verhältnis zur russischen Seele auf dem Lande eine Selbstreflektion aufgezeigt wurde durch das Leben eines Mädchen vom Lande ("Daß unsere Blütentraumgefühle / In rascher Folge bald zu Staub zerfielen").

Tatjana, der Inbegriff der phantasievollen und träumerischen Existenz, verliebt sich unsterblich und wird enttäuscht, weil sich dieser Liebe Onegin noch nicht stellen konnte. Ihre Lebensveränderung vom Land- zur Stadterfahrung hilft ihrer Selbstbestimmung ohne die Tradition aufgeben zu müssen. Sie bleibt bei ihrem Ja gegenüber ihrem Mann, obwohl ihre gegenseitige Liebe erst mit erneuten Treffen zwischen Tatjana und Onegin in der Stadt eingestanden wird.

Alexander Puschkin

Puschkin spiegelt in den Personen und in ihren Beziehungen zueinander das Volk im Spiel von Tradition und Erneuerung. In diesem Spiegel kann jeder sich ansehen und im Blick dem Gedanken folgen, das zu lieben, was Puschkin liebt, das zu verehren, was Puschkin verehrt. Damit wird Puschkin nur zu Recht als Nationaldichter gefeiert, als einer, der die russische Seele belebt, in dem er lehrt, sich zu feiern, sich selbst neu zu schaffen. Neben all der Liebe in ihrer Verzweifelung gelten Eifersucht, Duell und Tod als mitbestimmende Größen des Romans.

In allem steckt Reflektion über sich, über die Wünsche und über das Sein in einer Kultur, wie sie das Landleben, die Familie vorgibt ("Das Leben sehen als Ritual / Und mitzutrotten mit der Menge, / Obgleich uns nichts von dem erwärmt"). Puschkin integriert den Leser bis zu letzt. "Leb wohl, da unser Weg sich trennt!" ist jene letzte Botschaft an den Leser, um klar zu machen, dass der Roman dem Leser gilt und dass dieser Abschied nehmen muss am Ende, "Abschied nehmen muss im Nu", damit er auf sein eigenes Leben trifft.

Dieser einzigartige Versroman gilt als Puschkins wohl großartigstes Werk; ihm gelingt jene Verbindung herzustellen, die ein Band schnürt zwischen jedem einzelnen Russen, um sich als ein Volk zu fühlen. Peter Tschaikowsky hat diesen Roman und dieses Puschkinsche Credo als Vorlage für sein Libretto seiner gleichnamigen grandiosen Oper gewählt. Mit der Verzweigung dorthin, erfährt der interessierte Leser zusätzlich (in einer weiteren Rezension) jenen Inhalt dieser Liebeslyrik, die Puschkin bravourös als Vorlage geschaffen hat.

»Jewgeni Onegin« ist mehr als nur die unglückliche Liebesgeschichte zwischen dem großstädtischen Dandy Jewgeni Onegin und der Schönheit vom Lande Tatjana Larina: Es ist die erste umfassende Schilderung der russischen Gesellschaft und war Vorbild für Pjotr Tschaikowskis berühmte Oper.

Literatur:

Jewgeni Onegin: Roman in Versen
Jewgeni Onegin: Roman in Versen
von Alexander Puschkin

Eugen Onegin: Roman in Versen
Eugen Onegin: Roman in Versen
von Alexander Puschkin

Sonntag, 12. Juni 2022

»Kleiner Mann - was nun?« von Hans Fallada


Der Rowohlt-Verlag in Berlin veröffentlichte den Roman »Kleiner Mann - was nun?« von Hans Fallada (1893-1947) am 10. Juni 1932. Den Einband gestaltete George Grosz (1893-1959). Mit diesem Werk erlangte Fallada Weltruhm, es wurde in 20 Sprachen übersetzt und war eines der erfolgreichsten Bücher der 1930er Jahre. Der sozialkritische Roman handelt vom Leben und der Ehe des kleinen Angestellten Pinneberg und dessen Frau "Lämmchen" im Berlin der 1920er Jahre während der Weltwirtschaftskrise. Trotz aller wirtschaftlichen Widrigkeiten beweisen die beiden Mut, Durchhaltevermögen und Zuversicht.
 

»Kleiner Mann - was nun?« - der 1932 erschienene Weltbestseller erstmals so, wie Fallada ihn schrieb. Zu brisant, um so gedruckt zu werden: Von der Urfassung des Romans, der Hans Fallada am Vorabend der Machtergreifung der Nazis zum international gefeierten Erfolgsautor machte, wurde ein Viertel noch nie veröffentlicht. 

Das Buch handelt von den bedrückenden wirtschaftlichen Verhältnissen von Johannes «Junge» Pinneberg und seiner Frau Emma Mörschel, genannt Lämmchen. Pinneberg hat ein sehr schwaches Selbstbewusstsein. Er ist etwas tollpatschig und hat dazu eine pessimistische Lebenseinstellung. Er ist eigentlich Verkäufer für Herrenbekleidung, musste aber den Job wechseln und verkauft heute Kartoffeln und Düngemittel. Aufgrund derschlechten Arbeitsmarktlage ist es schwierig, einen neuen Job zu finden. Er leidet stark unter den Repressionen der Arbeitgeber und den Intrigen der Kollegen. Es herrschte damals so eine Art darwinistischer Hau-Ruck Kapitalismus, der die Ellenbogengesellschaft förderte und «Raubtiere züchtete» (S. 246). Die wirtschaftliche Situation war damals für ein Millionenheer von Arbeitslosen tatsächlich trostlos. Manchmal möchte sich Pinneberg – wie Robinson Crusoe – auf eine einsame Insel verziehen.

Es gibt aber Licht am Ende des Tunnels. Er ist ja verheiratet und seine Ehefrau Lämmchen bereitet ihm ein Heim und spendet Trost und Hoffnung, wenn er niedergeschlagen ist. Ganz in der damaligen Tradition einer guten Ehefrau, steht das Essen auf dem Tisch, wenn der Ehemann heimkommt und sie macht gute Stimmung ohne ihre eigenen Sorgen (z.B. Schwangerschaft, Wohnungssuche, Haushaltsgeld etc.) zu erwähnen. Sie bildet den optimistischen, idealisierten Gegenpol. Sie trotzt dem Elend täglich etwas Positives ab und muntert ihren Mann immer wieder auf, wenn der den Mut verlieren wollte.

Spannend ist das Buch, weil Fallada einerseits die Leiden des wirtschaftlichen Drucks als auch die Freude auf das Zuhause und das Klammern an den kleinsten Strohhalm einfühlsam beschreibt. Fallada schreibt da auch aus eigener Erfahrung, war er doch zwischendurch selbst arbeitslos, oft knapp bei Kasse und zeitweise gar Alkohol und Drogen verfallen. Fallada kritisiert mit seinem Buch die Wirtschafts- und Sozialpolitik, die Rolle der Frau hinterfragt er allerdings nicht.

Insgesamt eine empfehlenswerte Lektüre für alle, die sich ein Bild über die Situation kurz vor der Machtergreifung Hitlers machen und einen bedeutsamen deutschen Schriftsteller entdecken wollen. Die ca. 400 Seiten sind leicht zu lesen. Der unkomplizierte Aufbau und die leicht verständliche Sprache helfen hierbei. Die depressive Grundstimmung werden aber nicht alle leicht vertragen.


Literatur:


Kleiner Mann - was nun?
von Hans Fallada

Samstag, 11. Juni 2022

Ben Jonson 450. Geburtstag

Benjamin Jonson


Ben Jonson, eigentlich Benjamin Jonson - wurde am 11. Juni (unsicher) 1572 als Sohn eines protestantischen Geistlichen in London Westminster geboren. Ben Jonson war ein englischer Bühnenautor und Dichter. Neben William Shakespeare gilt Ben Jonson als der bedeutendste englische Dramatiker der Elisabethanischen Zeit und der Renaissance.

Jonson sah sich als gelehrten Dichter und war in der Weiterführung der Renaissance ein glühender Verehrer der antiken, besonders der römischen Literatur, ohne damit jedoch in irgendeiner Weise eine Weltfremdheit zu verbinden oder auf die Entwicklung eines eigenen literarischen Profils zu verzichten. Ausgehend von der römischen Komödie begründete er vor allem eine neue Form der satirischen Sittenkomödie, die bis in das 18. Jahrhundert bestehen blieb.

Jonson verstand sich nicht nur als Dramatiker, sondern stets auch als Lyriker, der seine Dichtung auf der Grundlage antiker Gattungen wie Epigramm, Epitaph, Epistel oder Ode gestaltete. Dabei lehnte er den Stil der metaphysischen Dichter mit oftmals gesuchten oder ausufernden Metaphern (conceits) ab und legte großen Wert auf eine Klarheit der Form und Schlichtheit des Ausdrucks. Dadurch trug er maßgeblich zu der Entstehung des Ideals eines schlichten Stils (plain style) bei.

Die frühe Schaffensphase Jonsons als Dramatiker war durch seine Erfindung der comedy of humours als einer besonderen Spielart der Comedy of manners geprägt. Dabei griff er die auf der antiken sowie mittelalterlichen Humoralpathologie fußende Theorie von den verschiedenen Körpersäften und vier Temperamenten des Cholerikers, Sanguinikers, Melancholikers und Phlegmatikers auf. Seine besondere Errungenschaft war es, diese Lehre metaphorisch zu nutzen, um die Exzentrizitäten und Affektiertheiten der Menschen im gesellschaftlichen Leben darzustellen. Die einzelnen Episoden dieser Variante der Komödie dienen dabei vor allem der Offenlegung der einzelnen humours; das Ziel des gesamten Geschehens ist vornehmlich auf die Heilung der humours ausgerichtet, die im Wesentlichen nur Übertreibungen grundsätzlich wünschenswerter Eigenschaften verkörpern.

Ben Jonson starb am 6. August 1637 in London.

Mittwoch, 8. Juni 2022

Orhan Pamuk 70. Geburtstag

Orhan Pamuk

Orhan Pamuk wurde vor 70 Jahren am 7. Juni 1952 in Istanbul geboren. Orhan Pamuk ist ein türkischer Schriftsteller.

Pamuk gilt als einer der international bekanntesten Autoren seines Landes und wurde als erster türkischer Schriftsteller 2006 mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet.

Pamuk studierte Architektur und Journalismus und lebte mehrere Jahre in New York. Sein Werk umfasst 11 Romane (Stand 2021), ein autobiografisches Erinnerungsbuch sowie zahlreiche Essays. Es ist in 35 Sprachen übersetzt und in über 100 Ländern veröffentlicht worden.

In seinen Arbeiten vermittelt Pamuk zwischen dem modernen europäischen Roman und der Erzähltradition des Orients.

Zu seinen bekanntesten Werken gehören "Rot ist mein Name", "Istanbul", "Das neue Leben", "Die weiße Festung", "Das schwarze Buch", mit denen er einem breiten Publikum bekannt wurde.

Pamuk hat sich in seinen Romanen immer auch als politischer Grenzgänger zwischen den Welten hervorgetan, der in der Großstadt die Gegensätze einer moslemisch geprägten, eher ländlichen Tradition mit den neuen Gegebenheiten einer westlich-urbanen Weltsicht aufeinanderprallen ließ.

Für seine Romane erhielt er 1990 den "Independent Foreign Fiction Award", 1991 den "Prix de la decouverte europeene", 2005 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und 2006 den Nobelpreis für Literatur.

Auch sein im Wesentlichen menschenrechtlich begründetes politisches Engagement zeigt ihn in einer beide Seiten fordernden Mittlerposition zwischen der Türkei und Europa.

Orhan Pamuk ist in der Türkei nicht umsonst umstritten, legt er doch mit feinem Gespür für die Realitäten in seiner Heimat kritisch und trotzdem mit großer Empathie den Finger in diverse Wunden und zeigt auf literarisch sehr schönen Art, wie facettenreich an Kulturen und Traditionen die heutige Türkei noch ist. Klischees oder schnelle Urteile greifen nicht, wenn man die Türkei und ihre Menschen beurteilen oder verstehen will.

Sonntag, 5. Juni 2022

»An Pfingsten« von Ludwig Amandus Bauer



Um Pfingsten, wenn der Holder blüht,
Will’s Wandern uns gefallen,
Wenn frisch und rot das Röslein glüht,
Und tausend Lieder schallen.

Du Stadt mit deinen Mauern grau,
Ade, wir ziehn ins Weite,
Hoch, über uns der Himmel blau,
Der Frühwind gibt’s Geleite.

Kein Buch, als nur die grüne Flur,
Draus wir in tausend Weisen
Die Wunder lesen der Natur,
In Liedern sie zu preisen.

Kein Hörsaal, als der grüne Wald,
Der blüht und jubilieret,
In Rauschen und Duften tausendfalt
Weltweisheit und doziert.

Kein Karzer, — dass sich Gott erbarm’!
Als hangend, mit Verlangen
Von einem runden Mädchenarm
Recht enge sein gefangen.

Um Pfingsten, wann der Holder blüht,
Will’s Wandern uns gefallen,
Wenn frisch und rot das Röslein glüht
Und tausend Lieder schallen.

»An Pfingsten« von Ludwig Amandus Bauer


Donnerstag, 2. Juni 2022

Wolfgang Hilbig 15. Todestag

Wolfgang Hilbig


Wolfgang Hilbig starb vor 15 Jahren am 2. Juni 2007 in Berlin. Wolfgang Hilbig war ein deutscher Dichter und Schriftsteller.

Er war der einzige echte Arbeiterschriftsteller der DDR und damit zugleich eine schreibende Koryphäe, denn Schriftsteller gehörten nicht zum Repertoire und Leitbild der Arbeiterklasse in der DDR.

Aufgewachsen in der Familie der Großvaters in Meuselwitz in Sachsen, absolvierte er eine Lehre als Werkzeugmacher, ging anschließend zur Armee, arbeitete dann als Tischabräumer in einem Ausflugslokal, als Erdbauarbeiter und als Monteur. Ab 1970 war er Heizer und blieb diesem Beruf viele Jahre lang treu.

Wolfgang Hilbig war ein Arbeiterschriftsteller, aber nicht im Sinne des "Bitterfelder Weges". Um diese staatlich kontrollierte Richtlinie des Literaturbetriebs zu befolgen, war er einerseits zu sehr tatsächlicher Arbeiter, andererseits literarisch zu begabt.

Hineingeboren in eine Umgebung aus Sprachlosigkeit, galt er spätestens seit seinem Roman »Ich« als einer der sprachmächtigsten Autoren der deutschen Literatur – und blieb doch ihr geheimnisvollster Außenseiter. Hilbig, der jahrelang als Heizer arbeitete, war in der DDR gezwungen, eine Doppelexistenz zu führen.

Seitdem er sich, losgeworden von der lästigen Doppelexistenz Anfang der 80er Jahre als freischaffender Schriftsteller etablierte, überraschte Hilbig seine Leserschaft allmählich mit längeren Texten, nicht mehr nur Lyrik und Kurzprosa, ab 1989 kann man sich auch über seine Romane freuen.

Nach dem positiv aufgenommenen Erstling "Eine Übertragung", äußert er sich in "Ich" auf 378 Seiten zum Thema der Stasi-Debatte um die enttarnten Literaten der Prenzlauer Berger Szene.

1979 machte sich Wolfgang Hilbig als Schriftsteller selbstständig, seine Aufenthaltsorte wechselten zwischen Ost-Berlin und Leipzig. 1985 verließ er mit einem Reise-Visum die DDR in Richtung Westdeutschland.

Der Heizer schaufelte ein Leben lang Wörter aus den Schächten der Arbeit und der Erinnerung. Häufig ist es Hilbig selbst, über den der schreibt - einer, den die DDR kaputtgemacht hat.

„Die Literatur kann es sein, die der

Gesellschaft ihre noch ungelösten Aufgaben stellt.“


Wolfgang Hilbig

Der Ost-Schriftsteller übersiedelte 1985 aus der DDR in die Bundesrepublik über, wo Hilbig mit Preisen geradezu überhäuft wurde. Der Schriftsteller erhielt zahlreiche literarische Auszeichnungen, darunter den Georg-Büchner-Preis, den Ingeborg-Bachmann-Preis, den Bremer Literaturpreis, den Berliner Literaturpreis, den Literaturpreis des Landes Brandenburg, den Lessing-Preis, den Fontane-Preis, den Stadtschreiberpreis von Frankfurt-Bergen-Enkheim, den Peter-Huchel-Preis und den Erwin-Strittmatter-Preis.

Wolfgang Hilbig wurde am 31. August 1941 in Meuselwitz bei Leipzig in Sachsen geboren. Als „Kleinstadt des ewigen Nachmittags“ hat Wolfgang Hilbig dieses thüringische Meuselwitz bezeichnet, wo er am 31. August 1941 zur Welt kam.

Weblinks:

Wolfgang-Hilbig-Gesellschaft: Aktuell - www.wolfgang-hilbig.de

Biografie - Wolfgang-Hilbig-Gesellschaft - www.wolfgang-hilbig.de/wolfgang-hilbig/biografie

Erinnerung an Wolfgang Hilbig: Eine Liebe von damals - www.tagesspiegel.de › Kultur

Biographie über Wolfgang Hilbig: Ein Betriebsheizer der Weltlietratur schrieb - www.deutschlandfunkkultur.de


Literatur:

Ich
Ich
von Wolfgang Hilbig

Biografie:

Wolfgang Hilbig. Eine Biografie
Wolfgang Hilbig. Eine Biografie
von Michael Opitz