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Samstag, 2. Januar 2021

Christoph Martin Wieland - der bedeutenste Aufklärer

Christoph Martin Wieland - der bedeutenste Aufklärer
< Christoph Martin Wieland wurde 1733 als Sohn eines evangelischen Pfarrers im schwäbischen Oberholzheim geboren. Bereits ab seinem dritten Lebensjahr wurde dieser von seinem Vater privat unterrichtet. Danach übernahmen Privatlehrer diese Aufgabe. So konnte der junge Wieland schon mit acht Jahren lateinische Texte lesen und verfasste demnach erste deutsche und lateinische Verse. Auf Geheiss des Vaters lernte er wenig später im pietistischen Schulinternat Kloster Berge bei Magdeburg vorallem Fremdsprachen, las die Klassiker aus dem Latein, aber auch entgegen dem Willen der Schulleitung die Werke der Aufklärung von Voltaire oder Fontenelle.

Wieland gehörte seinerzeit zu den bedeutendsten und reflexionsmächtigsten Aufklärern Deutschlands. Er war neben anderer berühmter Schriftsteller wie Friedrich Schiller oder Johann Gottfried Herder der älteste des klassischen Viergestirns von Weimar. Während seines bewegten Lebens war Wieland als Dichter, Philosoph, Gesellschaftskritiker, Journalist, Publizist und Prinzenerzieher tätig. Am 20. Januar 1813 starb Christoph Martin Wieland 79-jährig an den Folgen einer fiebrigen Krankheit in Weimar.

Wieland hat die jungen Literaten begleitet und gefördert. Mit Goethe, Schiller, Herder, Wieland und dem Gedankenaustausch Goethes mit Johann Gottlieb Fichte und den Brüdern Humboldt wurde Weimar das geistige Zentrum Deutschlands.
Stadtansicht von Weimar Wieland war eine Weimarer Institution. Er war der erste Dichter, der in die Stadt gekommen war. 1772 berief ihn die verwitwete Herzogin Anna Amalie von Sachsen-Weimar zur Erziehung ihrer beiden Söhne an den Hof nach Weimar. Der Aufklärer Wieland war sicher kein Freund des Absolutismus, jedoch reizte ihn die Möglichkeit, auf den künftigen Herzog Einfluss nehmen zu können, und er sagte zu.

Wieland bezog unter dem Titel eines herzoglichen Hofrats ein gesichertes Gehalt. In Weimar konnte er die Idee einer eigenen literarischen Zeitschrift verwirklichen. Nach dem Amtsantritt des jungen Herzogs zog er sich von öffentlichen Ämtern zurück und widmete sich ganz seiner schriftstellerischen Arbeit als Kritiker, Aufklärer und Übersetzer.

Zur Zeit Wielands war die Stadt Weimar der Mittelpunkt des deutschen Geisteslebens. Lange Zeit hatte er das intellektuelle Leben Weimars geprägt.

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